Was ist eine Vollständigkeitserklärung und wer muss diese unterzeichnen?

Der Abschlussprüfer hat von dem zu prüfenden Unternehmen zu Ende der Prüfung eine Vollständigkeitserklärung als Nachweis durch die gesetzlichen Vertreter einzuholen. Dabei ist die Vollständigkeitserklärung kein Ersatz für Prüfungshandlungen, sondern als Ergänzung selbiger zu sehen.

Die Vollständigkeitserklärung stellt eine Versicherung des geprüften Unternehmens dar, dass der Jahresabschluss sämtliche Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Verbindlichkeiten enthält und dass die dem Abschlussprüfer erteilten Auskünfte und übergebenen Nachweise vollständig sind. Darüber hinaus wird dadurch die Verantwortlichkeit der gesetzlichen Vertreter für die Einrichtung eines IKS, die Buchführung und für die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts unterstrichen.

International ist es üblich, dass die Vollständigkeitserklärung von dem Vorsitzenden der Geschäftsführung und dem CFO unterschrieben ist, in Deutschland reicht es aus, wenn die gesetzlichen Vertreter in vertretungsberechtigter Zahl die Erklärung unterzeichnen.

Welcher Zweck wird durch eine Vollständigkeitserklärung erfüllt?

Die gesetzlichen Vertreter haben dem Abschlussprüfer Auskünfte gegeben und Nachweise überreicht. Die Vollständigkeitserklärung soll hier die Lücken schliessen, die trotz berufsständisch ordnungsgemäßer Prüfung offen bleiben – die gesetzlichen Vertreter geben eine umfassende Erklärung über die Vollständigkeit der Nachweise und Erklärungen ab.
Insbesondere für solche Vorgänge ist dies wichtig, die nicht in den Büchern aufgezeichnet sind, sondern sich aus den übrigen Unterlagen und Schriften der Gesellschaft ergeben.

Bei einer Nachtragsprüfung hat der Abschlussprüfer ergänzend eine Erklärung über die Vollständigkeit in Bezug auf die Posten einzuholen.

Wann ist die Vollständigkeitserklärung einzuholen – was ist beim Datum wichtig?

Die Vollständigkeitserklärung ist zum Ende der Prüfung einzuholen, zeitnah zum Bestätigungsvermerk und dem Testatsdatum. Wichtig ist hier, dass diese Bestätigung nicht mit Datum vor dem Bestätigungsvermerk liegt, da an diesem Tage die Beendigung der materiellen Prüfung erfolgt. Insofern muss darauf geachtet werden, dass die Erklärung am Tage des Vermerks bzw. zeitnah eingeholt wird.

Sofern ein längerer Zeitraum zwischen Datum des Bestätigungsvermerks und Auslieferung liegt oder es in diesem Zeitraum zu wesentlichen Ereignissen gekommen ist, muss eine weitere Bestätigung über diesen Zeitraum eingeholt werden.

An wen ist eine Vollständigkeitserklärung zu richten?

Die Vollständigkeitserklärung ist an den Abschlussprüfer zu adressieren.

Wie ist eine Vollständigkeitserklärung aufgebaut?

A. Aufklärungen und Nachweise

B. Bücher und Schriften sowie rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

C. Jahresabschluss und Lagebericht

D. Weitere Angaben für bestimmte Unternehmen

E. Zusätze und Bemerkungen

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