Wie ist eine Verschmelzung gemäß Umwandlungsgesetz definiert?

§ 2 UmwG (Arten der Verschmelzung) definiert die Verschmelzung folgendermaßen:

Rechtsträger können unter Auflösung ohne Abwicklung verschmolzen werden

1. im Wege der Aufnahme durch Übertragung des Vermögens eines Rechtsträgers oder mehrerer Rechtsträger (übertragende Rechtsträger) als Ganzes auf einen anderen bestehenden Rechtsträger (übernehmender Rechtsträger) oder
2. im Wege der Neugründung durch Übertragung der Vermögen zweier oder mehrerer Rechtsträger (übertragende Rechtsträger) jeweils als Ganzes auf einen neuen, von ihnen dadurch gegründeten Rechtsträger

gegen Gewährung von Anteilen oder Mitgliedschaften des übernehmenden oder neuen Rechtsträgers an die Anteilsinhaber (Gesellschafter, Partner, Aktionäre oder Mitglieder) der übertragenden Rechtsträger.

Aus diesem Paragraphen geht somit hervor, dass es im Groben um folgende Punkte geht:

  • Übertragung des gesamten Vermögens eines Rechtsträgers auf einen anderen
  • Auflösung des übertragenden Rechtsträgers ohne Abwicklung
  • im Wege der Gesamtrechtsnachfolge
  • Anteilsgewähr an die Anteilsinhaber des übertragenden Rechtsträgers

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