Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalrücklage bzw. Gewinnrücklage)

Technik einer Kapitalerhöhung bei einer GmbH oder UG

Bei einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden Rücklagen in Stammkapital umgewandelt, dabei ändern sich Eigenkapitalquote sowie die Beteiligungsverhältnisse der Gesellschafter untereinander nicht.
Für eine Umwandlung stehen alle offenen, nicht zweckgebundenen Rücklagen zur Verfügung, diese müssen in der letzten Jahresbilanz oder der der Kapitalerhöhung zugrunde gelegten Zwischenbilanz bereits als solche ausgewiesen sein. Eine Jahresbilanz kann zugrunde gelegt werden, wenn diese geprüft, festgestellt und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dabei ist nach § 57e Abs. 1 GmbHG zu beachten, dass der der Stichtag höchstens acht Monate vor der Anmeldung des Beschlusses im Handelsregister liegen darf.

Die Jahresbilanz Ihrer Gesellschaft muss dabei durch einen Wirtschaftsprüfer  geprüft werden – diese Tätigkeit stellt eine sogenannte Vorbehaltsaufgabe dar, so dass der Bestätigungsvermerk mit dem Wirtschaftsprüfersiegel zu versehen ist.

Umwandlung von Unternehmergesellschaft (UG) in GmbH

Insbesondere wenn Ihre Gesellschaft in der Form einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) firmiert und in eine GmbH durch Gesellschaftsmittel, sprich unter anderem Gewinnvorträge, umgewandelt werden soll, ist zwingend und möglicherweise recht zeitnah zur Gründung eine solche Prüfung nötig.

Aber auch bei einer GmbH kann eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln durch Umwandlung der Rücklagen große Vorteile, u.a. bei den Fremdkapitalgebern wie Banken und Lieferanten führen.

EEG-Prüfung – Was ist die EEG Umlage?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die bevorzugte Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien in das öffentliche Netz und garantiert den Betreibern dieser Anlagen einen festen Vergütungsbetrag. Dieser erzeugte Strom wird an der Börse verkauft, doch fallen die hierfür erzielten Einnahmen insgesamt niedriger aus als die an die Anlagenbetreiber zu entrichtenden Vergütungsbeträge. 

In Höhe dieser Differenz entstehen also Mehrausgaben, die nicht über die Vermarktung an der Börse gedeckt werden können und folglich in Form einer EEG-Umlage auf die Stromendverbraucher, dazu gehören auch Unternehmen, verteilt werden.

Konzept und Zielsetzung der Besonderen Ausgleichsregelung

Benötigt ein Unternehmen für die Produktion seiner Erzeugnisse sehr große Strommengen und erreichen die Stromkosten des Unternehmens unter Berücksichtigung der Mehrbelastung durch die EEG Umlage ein besonders hohes Niveau, so kann dies zu einer erheblichen Beeinträchtigung seiner Wettbewerbsfähigkeit führen. Um solchen negativen Auswirkungen aufgrund der EEG-Mehrbelastung entgegenzusteuern, gibt es für besonders stromintensive Unternehmen eine gesetzlich bestimmte Entlastungsmöglichkeit, deren Inanspruchnahme an strenge, im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr zu erfüllende Voraussetzungen gebunden ist.

EEG Prüfung – Unser Prüfungsvermerk

Nach § 64 Absatz 3 Nummer 1 Buchstabe c EEG 2017 ist ein Prüfungsvermerk des Wirtschaftsprüfers auf Grundlage der geprüften Jahresabschlüsse für die dem Antrag zugrunde liegenden Geschäftsjahre fristgerecht vorzulegen.

Der Prüfungsvermerk des Wirtschaftsprüfers ist hinsichtlich Aufbau, Struktur, Inhalt und Form zum einen so zu erstellen, dass er einen Standard erreicht, der mit den Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) vergleichbar ist (siehe Entwurf einer Neufassung des IDW Prüfungsstandards: Sonstige betriebswirtschaftliche Prüfungen und ähnliche Leistungen im Zusammenhang mit energierechtlichen Vorschriften (IDW EPS 970 n.F.)

Die jährliche Meldung nach § 24 FinVermV

Der Gewerbetreibende ist verpflichtet, die Einhaltung der aus den §§ 12 bis 23 FinVermV resultierenden Pflichten für jedes Wirtschaftsjahr durch einen externen Prüfer prüfen zu lassen und den Prüfungsbericht bis zum 31. Dezember des Folgejahres bei der örtlich zuständigen Erlaubnisbehörde vorzuweisen.

Pflicht zur Erstellung eines Prüfungsberichts nach IDW PS 840

Ein Prüfungsbericht muss immer dann erstellt werden, wenn der Gewerbetreibende im Berichtszeitraum Finanzanlagenvermittlung oder – beratung im Sinne des § 34f Abs. 1 Satz 1 GewO durchgeführt hat. Bereits bei einer einmaligen Anlagevermittlung und/oder – beratung im Kalenderjahr muss eine Prüfung durchgeführt werden.