Welche gesetzliche Grundlage gibt es für eine Kapitalflussrechnung?

Zu den Pflichtbestandteilen von einem Konzernabschluss gehören (§ 297 Abs. 1 HGB):

  • Konzernbilanz
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzernanhang
  • Eigenkapitalspiegel
  • Kapitalflussrechnung

Was sind die Aufgaben und Grundsätze für eine Kapitalflussrechnung?

Im Gegensatz zu Bilanz ist die Kapitalflussrechnung zahlungsstromorientiert und bietet daher folgende Vorteile:

  • Vermittlung eines objektiven Bildes der Finanzlage
  • für die KFR werden keinerlei Bilanzierungskenntnisse benötigt
  • Prognoserechnungen werden oftmals auf Basis einer Liquiditätsrechnung erstellt

Die Kapitalflussrechnung soll somit den Einblick in die Fähigkeit des Unternehmens verbessern, künftig finanzielle Überschüsse zu erwirtschaften um jederzeit die Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen und Ausschüttungen zu ermöglichen.

Eine Kapitalflussrechnung soll nicht nur die Veränderungen des Kapitalmittelfonds aufzeigen sondern auch die Quellen, aus denen der Finanzmittelfonds gespeist wird.

Die Kapitalflussrechnung wird in die Bereiche 

  • laufende Geschäftstätigkeit
  • Investitionstätigkeit
  • Finanzierungstätigkeit

untergliedert und ermöglicht so detaillierte Analysen der Ströme

Aufgrund der ausschließliche Fokussierung auf zahlungswirksame Geschäftsvorfälle werden nur Geschäftsvorfälle einbezogen, die zu einer Veränderung des Finanzmittelfonds führen. Alle Vorgänge von wesentlicher Bedeutung sind mit aufzunehmen, bei der Aufstellung ist auf eine Stetigkeit insbesondere in Bezug auf die Abgrenzung zwischen den Fonds zu achten.

Welche Bestandteile weist ein Finanzmittelfonds bei einer Kapitalflussrechnung auf?

Die Finanzlage wird wie dargestellt auf der Basis der Veränderungen des Finanzmittelfonds ermittelt. Daher ist zunächst wichtig zu wissen wie das Fondsvermögen abgegrenzt wird und was es beinhaltet. In den Finanzmittelfonds dürfen nur Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen werden. Hierdurch werden wesentliche Bewertungseinflüsse vermieden.

Grundsätzlich erfasst der Finanzmittelfonds nur liquide Mittel ersten Grades und kann mit dem Buchwert der Position
„Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks“ gleichgesetzt werden.

Die Zahlungsmitteläquivalente sind „als Liquiditätsreserve gehaltene, kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen“. Hiermit sind Zahlungsmittel mit einer maximalen Restlaufzeit von 3 Monaten gemeint, dies als Anhaltspunkt.

Wie setzen sich die drei Tätigkeitsbereiche der Kapitalflussrechnung zusammen?

Welche Zahlungsströme werden der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet?